Mentor beim BDÜ

Das Mentor*innenprogramm des BDÜ, des Bundesverbands der Dolmetscher*innen und Übersetzer*innen, geht mittlerweile ins dritte Jahr. Nach 25 Berufsjahren ist es höchste Zeit, das Wissen weiterzugeben und nachfolgenden Berufseinsteiger*innen die Anfänge nach Kräften zu erleichtern, damit sie nicht dieselben Fehler wieder machen müssen oder zumindest die Chance haben, eigene Fehler zu machen.

Das Programm umfasst sechs Mentees und sechs Mentor*innen. Jeweils ein Dritteljahr lang stehen zwei aus jeder Gruppe im Austausch, ehe sich die Paare neu bestimmt werden, bis nach zwei Jahren alle sich mit allen ausgetauscht haben. Darüber hinaus trifft sich die gesamte Gruppe alle vier Monate, und die Mentor*innen erhalten einmal im Jahr ein Seminar.

Inhaltlich geht es um alles von Ressourcen bis zur notorischen Tarif-/Preisfrage. Berufsversicherungen, Arbeitsplatz, Berufsethos – es wird einfach alles besprochen, was in irgendeiner Weise von Belang ist. Schon bei den ersten Gesprächen wird deutlich: der Lerneffekt ist keine Einbahnstraße, und auch alte Hasen lernen von Anfängern so manchen geschickten Sprung.

Dolmetscher*innen und Übersetzer*innen berichten

Was machen Übersetzer*innen und Dolmetscher*innen eigentlich? Was ist wichtig für ihren Beruf? Wie sieht der Alltag aus?

Der Bundesverband für Dolmetscher*innen und Übersetzer*innen BDÜ hat vor Kurzem einen Beitrag veröffentlicht, in dem einige Kolleg*innen über ihre Arbeit berichten.

Auch ein Audiobeitrag ist erschienen, in dem Simon Diez, Vizepräsident des BDÜ, interviewt wird.

Theater in vielen Formen

In diesem Jahr gastiert das Festival Theaterformen in Hannover. Vom 20.-30.06.2019 zeigen internationale Künstler ihre Produktionen im Schauspielhaus, an anderen Orten und in der Stadt Hannover selbst. Ein Schwerpunkt liegt diesmal auf Mitwirkung der Bürger*innen.

Die englischsprachige Fassung des Programmheftes und von Inhalten der Internetseite hat Bochert Translations erstellt.

Geburtsurkunden erzählen

Nicht nur haben Geburtsurkunden in unterschiedlichen Ländern die unterschiedlichsten, gelegentlich absurden Erscheinungsformen; hinter jeder Urkunde steht auch ein Mensch und seine Geschichte.

Inhaltlich steht auf allen weitgehend dasselbe: Angaben zu Name, Geburtsdatum und -ort des Kindes, zu den Namen der Eltern, gelegentlich die Berufe und/oder Wohnanschriften. Die Namen und Echtheitsbestätigungen der Standesbeamtinnen und -beamten werden mit dem Stempel der Behörde gesegnet.

Die deutsche Geburtsurkunde ist schwarzweiß und unscheinbar, geradezu unangemessen unscheinbar für eines der wichtigsten Dokumente, die man hat, besonders, wenn man sie nicht hat. Die britischen sind meistens tabellarische Dokumente, rote Tabellen gedruckt auf eierschalfarbenes, stark holzhaltiges, weiches Papier im DIN5-Format, ausgefüllt mit der schönen Handschrift von Standesbeamten oder Standesbeamtinnen, oder per Schreibmaschine. Ihre Warnhinweise zur Echtheit und Fälschung nehmen sich geradezu bieder aus.

Die kenianischen Urkunden sind entweder den britischen nachempfunden, schon der Kolonialgeschichte halber, oder sie sind unhandliche, unsinnig breite Tabellendokumente.

Geburtsdokumente aus Indien sind so unterschiedlich wie der Subkontinent divers ist: einfache, halb getippte, halb handschriftliche Formulare, zweisprachige Abschriften aus dem Geburtenregister, vielfarbige, reichlich gestempelte Urkunden. Heiratsurkunden tragen übrigens charmanterweise häufig Bilder der Vermählten.

In Australien trifft man auf roséfarbene, säuberliche Tabellen im ungefähren A4-Format auf Schmuckpapier. Und die kanadischen sind eigentlich schon mehr Folie als Papier, Hochsicherheitsunterlagen mit reichlich Sicherheitsmerkmalen wie Wasserzeichen, Hologrammen, Transparenzeffekten etc.

Menschen mit syrischen Dokumenten suchen meist Asyl, Arbeit, Frieden und Sicherheit und lassen zugleich Ihre Ausbildungszeugnisse und -diplome übersetzen, Nachweise ihrer hohen beruflichen Qualifikation. Die meisten Urkunden erreichen uns jedoch derzeit aus dem Vereinigten Königreich. Gefragt nach dem Grund, wird immer häufiger der Wunsch nach Einbürgerung aufgrund der Brexit-Entwicklungen genannt. Die Briten möchten Europäer bleiben und sind sogar bereit, den Aufwand einer anderen Staatsbürgerschaft innerhalb der EU auf sich zu nehmen, um weiterhin die Vorteile der Union genießen zu können.

Ben verwandelt sich

Der kleine Ben Tennyson kann sich dank eines „Omnitrix“ an seinem Arm in einer Reihe von Aliens mit unterschiedlichen Fähigkeiten verwandeln, was er in zahlreichen Situationen mit Schurken auch tut. Netflix bietet die Serie in Kürze auch mit deutschen Untertiteln an.

Captions, Inc. und Bochert Translations arbeiten bei der Untertitelung einiger Folgen der Serie zusammen.